Willi ist ein Aalener Bua im Zweiten Weltkrieg und 18 Jahre alt. Er liest gern Hölderlin, spielt Klavier, liebt Spätzle und macht Abi an der Schubart-Oberschule. Und: Er ist verblendet vom Faschismus.
Das ist die wahre Geschichte eines klugen, weltgewandten und geradezu
sympathischen Aalener Jungen namens Willi Klumpp. Doch so klug er auch
sein mag, so verblendet ist er vom Nationalsozialismus. Eine
erschreckende Erinnerung, wie leicht der Faschismus wiederkommen kann.
Ab Frühjahr 1939 schreibt Willi in feinstem Sütterlin mindestens jede
Woche seinen Eltern: Ob vom Reichsarbeitsdienst im Kraichgau oder vom
Russlandfeldzug.